Skimagazin

Weltrekord: Die neue Giggijochbahn in Sölden befördert 4.500 Personen pro Stunde

Als Sportler durch und durch lag es nahe, mein Hobby zum Beruf zu machen: Nach meinem Studium der Sportwissenschaften an der Technischen Universität München mit Schwerpunkt Medien & Kommunikation war ich 8 Jahre lang Sportjournalist bei einer Tageszeitung. Seit 2016 berichte ich für Skigebiete-Test aus den Skigebieten dieser Welt – und kann mir keinen schöneren Job vorstellen.
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aktualisiert am Jul 15, 2019

Zur Wintersaison 2016/17 nehmen die Bergbahnen Sölden eine neue Gondelbahn zum Giggijoch in Betrieb – und warten dabei mit einem Weltrekord auf: Die neue 10er-Einseilumlaufbahn ist mit einer Förderleistung von 4.500 Personen pro Stunde die Seilbahn mit der weltweit höchsten Förderkapazität!

In knapp 9 Minuten von der Tal- bis zur Bergstation

Sölden gehört zu den angesagtesten Skigebieten in Österreich.
© Ötztal Tourismus Sölden gehört zu den angesagtesten Skigebieten in Österreich.

Im Skigebiet Sölden geht's ab der Wintersaison 2016/2017 deutlich zackiger auf den Berg: Die Fahrt mit der neuen Giggijochbahn von der Talstation (1.362 m) bis zur Bergstation (2.283 m) dauert gerade einmal 8 Minuten und 52 Sekunden. Dabei überwindet sie auf einer schrägen Länge von 2.650 Metern mit einer variablen Fahrtgeschwindigkeit von bis zu 23,4 km/h eine Höhendifferenz von 920 Metern. In den 134 Gondeln werden bis zu 4.500 Personen pro Stunde befördert – das ist Weltrekord. In den Gondeln haben zehn Personen Platz, und das äußerst komfortabel, weil die Kabinen 20 Zentimeter größer sind als die vergleichbarer Gondeln. Die Seillänge der Giggijochbahn beträgt insgesamt 5.371 Meter. Zwischen der Tal- und der Bergstation wurden für die Giggijochbahn insgesamt 26 Stützen errichtet. Die gesamte Strecke ist zur Sicherheit der Kunden beleuchtet sowie mit Kameras und Lautsprechern ausgestattet.

Hochmoderne und zeitlos elegante Talstation

Die Einstiegsebene der Talstation verschwindet hinter einem bildperforierten Band mit dem Bergpanorama der Ötztaler Alpen.
© Bergbahnen Sölden Die Einstiegsebene der Talstation verschwindet hinter einem bildperforierten Band mit dem Bergpanorama der Ötztaler Alpen.

Hochmodern und zeitlos elegant präsentiert sich die neue Talstation der Giggijochbahn. Über einen Südeingang geht's ebenerdig hinein in eine 13 Meter hohe Kassenhalle mit acht Verkaufsstellen und modernster Info-Technik zum Skigebiet. Darüber thront die spektakulär aus der vertikalen Linie des Baus hervorspringende Einstiegsebene, die mit zwei Rolltreppen und zwei Aufzügen bequem vom Parkplatzniveau zu erreichen ist. Die Einstiegsebene ist außerdem an das Parkhaus sowie an die Piste angebunden.

"Level Walk In" an der Bergstation

Die Bergstation am Giggijoch besticht durch ihre offene und transparente Bauweise.
© Bergbahnen Sölden Die Bergstation am Giggijoch besticht durch ihre offene und transparente Bauweise.

Ein Meisterwerk der Logistik erleben Fahrgäste an der Bergstation. Der Zu- und Ausstieg erfolgt erstmal in der sogenannten „Knochenform“. Das bedeutet, dass zehn Kabinen direkt nebeneinander auf einer Linie stehen und für das Ein- und Aussteigen der Fahrgäste bereitstehen – vergleichbar mit einer U-Bahn-Garnitur. Dieses sogenannte „Level Walk In“ schafft einen bequemen, stress- und barrierefreien Zugang zu Pisten und Liften. Doch die neue Bergstation hat noch mehr zu bieten: Die folienbespannte Stahlkonstruktion beherbergt nicht nur die Stationsebene und darüber den Gondelbahnhof, sondern auch einen Sportshop und ein Skidepot.

Zweite Karriere für die alte Bahn in Hochhoetz

Die neue Giggijochbahn ist bereits die dritte Generation der Aufstiegshilfen auf das Giggijoch. Nach fast 37.000 Betriebsstunden beförderte ihre Vorgängerin am 17. April 2016 zum letzten Mal Skigäste in Sölden. Wohlgemerkt in Sölden, denn die 1998 in Betrieb genommene Anlage wird ab kommendem Winter im Skigebiet Hochoetz ihren Dienst weiter versehen. Dort übernimmt sie künftig die Rolle der Ochsengartenbahn und erhöht damit auch die Leistungskapazität in der Skiregion Hochoetz.

Sölden zählt zu den angesagtesten Skigebieten in Österreich

Auf 144 Pistenkilometern findet im Skigebiet Sölden vom Anfänger bis zum Profi jeder eine geeignete Abfahrt.
© Ötztal Tourismus Auf 144 Pistenkilometern findet im Skigebiet Sölden vom Anfänger bis zum Profi jeder eine geeignete Abfahrt.

Das Skigebiet Sölden zählt zu den angesagtesten Skigebieten in Österreich. Neben dem berühmten Après-Ski und zahlreichen Top-Events wie dem Electric Mountain Festival oder dem Gletscherschauspiel Hannibal überzeugt das Skigebiet in Tirol vor allem aber auch mit seinem sportlichen Angebot. Auf bis zu 144 Pistenkilometern findet vom Anfänger bis zum Profi jeder eine geeignete Abfahrt. Da das Skigebiet Sölden auf einer Höhe von 3.340 Metern liegt und 70 Prozent der Pisten maschinell beschneit werden können, ist auch höchste Schneesicherheit geboten. Das ist mit ein Grund, wieso in Sölden regelmäßig der Auftackt der Skiweltcup-Saison stattfindet. Beim offiziellen Testbericht von Skigebiete-Test.de erreichte das Skigebiet Sölden 85 von 100 möglichen Punkten und sahnte Auszeichnungen in den Kategorien "Könner", "Freeride", "Freestyle", "Après Ski" und "Schneesicherheit" ab.

Video

SÖLDEN. The Hotspot in... | 02:31

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