Skimagazin

Die Alternative zu den Alpen: Skifahren in den Pyrenäen

aktualisiert am May 20, 2019

Für viele von uns gibt es zum Skifahren vor allem ein Ziel: die Alpen. Dabei hat Europa viel mehr zu bieten. Die Pyrenäen, die Frankreich und Spanien voneinander trennen, bieten moderne Skigebiete und aussichtsreiche Pisten zu moderaten Preisen. Wir stellen euch die schönsten Skigebiete der Pyrenäen mal etwas näher vor.

Frankreich: Beeindruckende Bergkulisse

Bis auf 2.500 Meter Höhe führen die Pisten von Luz Ardiden
© Office de Tourisme de Luz Bis auf 2.500 Meter Höhe führen die Pisten von Luz Ardiden

Bereits seit 1957 begeistert das Skigebiet Saint-Lary Soulan in Südfrankreich seine Gäste. Es bietet rund 100 Pistenkilometer und ist in drei Zonen eingeteilt. Dabei bildet Pla d’Adet das ursprüngliche Skigebiet, das vor allem bei Anfängern, Familien und Wiedereinsteigern beliebt ist. Im Bereich Espiaube sind die Pisten etwas anspruchsvoller. Hier sind viele blau und rot markierte Abfahrten, aber auch sportlichere Bereiche mit schwarz gekennzeichneten Pisten zu finden. Zudem sind die Abfahrten häufig recht lang, wie zum Beispiel Mirabelle und Terranère, die beide mehr als drei Kilometer messen. Der dritte Bereich nennt sich Vallon du Portet und befindet sich ausschließlich oberhalb von 2.000 Metern. Neben Pisten in allen Schwierigkeitsgraden bietet dieses Areal einen Funpark. Vor allem aber die atemberaubende 360-Grad-Aussicht macht Vallon du Portet zum Highlight.

Grand Tourmalet bietet 70 Pisten und 34 Lifte und ist das größte Skigebiet der Pyrenäen. Es teilt sich in die Bereiche Barèges und La Mongie, die gegensätzlicher kaum sein könnten. Rund um das Bergdörfchen Barèges geht es eher ruhig zu. Genussvolle Pisten winden sich hier durch Pinienwälder und sorgen für einen traumhaften Skiurlaub. La Mongie hingegen ist ein Paradies für Freerider. Vor allem der Gipfel des imposanten Pic du Midi ist das Revier für Tiefschneefreunde. Aber auch Anfänger finden zahlreiche einfachere Pisten. Rund um die La Mongie Talstation sind mehrere Übungslifte zu finden.

Das Skigebiet Peyragudes entstand 1988 durch den Zusammenschluss der Gebiete Peyresourde und Agudes. Die einzigartige Bergkulisse beeindruckte schon die Produzenten von James Bond, die hier 1997 für „James Bond 007 – Der Morgen stirbt nie“ gedreht haben. Besonders die beiden Abfahrten Vallée Blanche und Val des Lumières sollte man keinesfalls verpassen, denn sie bieten eine besonders schöne Aussicht auf die Pyrenäen. Die Isards Traverse gibt zudem den Blick auf den Pic du Midi frei, der zum Skigebiet Grand Tourmalet gehört. Beide Teilgebiete verfügen über einen eigenen Anfängerbereich im Tal. Fortgeschrittene Skifahrer und Snowboarder finden im ganzen Skigebiet tolle Pisten, darunter vier schwarz markierte Abfahrten. Auf der Peyresourde Seite gibt es zudem einen großen Funpark für Freestyler.

Luz Ardiden ist nicht nur für seine tollen Pisten, sondern auch für seine Partynächte bekannt. Es erstreckt sich über die beiden Bergdörfer Aulian und Bederet und bietet insgesamt rund 60 Pistenkilometer. Das Skigebiet reicht bis auf 2.500 Meter Höhe am Col de Loze und ist somit sehr schneesicher. Die vielen rot markierten Abfahrten sind Genuss pur. Außerdem sollte man sich auch als versierter Skifahrer oder Snowboarder die Piste Belle Bleu nicht entgehen lassen. Vor allem unter Freestylern gilt das Skigebiet als Hotspot, denn es verfügt über einen großen Funpark.

Spanien: Sonne, Strand... und Skifahren

Cerler bietet über 70 Pistenkilometer
© Cerler Cerler bietet über 70 Pistenkilometer

Wer bei Spanien nur an Sonne, Strand und Meer denkt, liegt eindeutig falsch! Die Gebirge des Landes bieten tolle Wintererlebnisse, allen voran die Pyrenäen mit ihren weitläufigen Skigebieten. Besonders die Region Aragón ist ein beliebtes Ziel für Wintersportler. Hier befindet sich der Verbund Formigal Panticosa. Die beiden Sektoren erstrecken sich über sechs Täler und bieten insgesamt 176 Pistenkilometer. Während das etwas kleinere Panticosa vor allem Familien anzieht, ist Formigal perfekt für Pistenfüchse. In der "Zona Izas" laden rot markierte Pisten zum genussvollen Carven ein, in Anayet und Portalet können Profis ihr Können auf den zahlreichen schwarzen Pisten unter Beweis stellen. Eine Abfahrt vom Pico Tres Hombres, mit 2276 Metern der höchste Berg des Skigebiets, sollte man sich nicht entgehen lassen.

Ebenfalls in der Region Aragón liegt Cerler. Unweit des Skigebietes befinden sich einige der höchsten Gipfel der Pyrenäen, was das Skifahren dort zum echten Highlight macht. Insgesamt kann man über 80 Pistenkilometer erkunden. Davon sind knapp die Hälfte grün und blau markiert, was das Skigebiet auch für Anfänger zu einem lohnenswerten Ziel macht. Für die Kleinen gibt es außerdem zwei Kinderländer. Zu den Highlights für Könner zählen die Slalompiste, die Snowspeedstrecke sowie die Buckelpiste. Der Funpark mit Lines in verschiedenen Schwierigkeitsstufen sorgt zudem für Adrenalin in den Adern. Carvingspaß gibt es auf den Pisten nach Ampriu.

Zu den größten Skigebieten auf der spanischen Seite der Pyrenäen zählt Baqueira-Beret. Es erstreckt sich über die drei Orte Baqueira, Beret und Bonaigua. Über 150 Pistenkilometer kann man hier erkunden ab November erkunden. Bei dieser Größe ist die Auswahl an Pisten natürlich riesig. Besonders lohnenswert sind daher die Skisafaris, die durch das Skigebiet führen. Dabei kann man zwischen drei Schwierigkeitsgraden wählen, sodass jeder die Chance hat, möglichst viel vom Skigebiet zu sehen.

Candanchu gilt als das älteste Skigebiet Spaniens. Schon seit 1928 wird hier Ski gefahren. Heute bietet es 44 Pisten, die recht gleichmäßig auf alle Schwierigkeitsstufen verteilt sind. In Talnähe gibt es besonders viele Übungslifte. Fortgeschrittene fahren mit dem Lift zum Gipfel des Tobazo (2.020 Meter) oder zum Tuca Blanca (2.400 Meter). Dort sind viele rot und schwarz gekennzeichnete Pisten zu finden, die das Skigebiet in Spanien legendär gemacht haben. Außerdem gibt es eine Freeridezone für alle, die lieber abseits der Pisten unterwegs sind. Aktivitäten wie Schneeschuhwandern, Snowmobilfahren oder Langlaufen runden das Angebot ab.

Andorra: Das Fürstentum der Pyrenäen

Grandvalira ist das größte Skigebiet der Pyrenäen
© Grandvalira Grandvalira ist das größte Skigebiet der Pyrenäen

Andorra liegt als einziger Staat komplett in den Pyrenäen. Das kleine Fürstentum ist von den Bergen geprägt. 65 Berggipfel sind höher als 2.000 Meter. Kein Wunder also, dass sich dort großartige Skigebiete befinden. Der Kleinstaat bietet zwei große Skiverbünde: Grandvalira und Vallnord.

Mit mehr als 210 Pistenkilometern ist Grandvalira das größte Skigebiet der Pyrenäen. Es ist in sechs Sektoren unterteilt. Alle sind miteinander verbunden, sodass man Zugang zu über 120 Pisten hat. Soldeu und Tarter bieten Pisten für jeden Geschmack. Kinder finden tolle Kinderländer und Übungsareale, Fortgeschrittene können sich auf den zahlreichen blau und rot markierten Pisten austoben und auch einige schwarze Pisten sind vorhanden. Wer jedoch ein echte Herausforderung sucht, den zieht es meist in die Sektoren Grau Roig und Pas de la Casa, die mit anspruchsvollen Pisten punkten.

Das zweite große Skigebiet in Andorra ist Vallnord. Es besteht aus den drei Bereichen Arcalís, Arsinal und Pal. Das nach Norden gewandte Arcalís bietet wegen seiner Lage oft sehr lange beste Verhältnisse. Die riesigen unberührten Hänge sind vor allem bei Freeridern sehr beliebt. Aber auch Anfänger finden hier ihr Glück. Die acht Kilometer lange Abfahrt Megaverde ist die längste Anfängerpiste des gesamten Skigebietes. Der Familypark sorgt mit seinen Maskottchen zudem für Spaß bei den kleinen Skiflöhen.

Könner lieben Arsinal. Auf der Abfahrt Marrades wird eine Höhendifferenz von über 1.000 Metern überwunden und es bieten sich zahlreiche Möglichkeiten, abseits der Pisten den Tiefschnee zu genießen. Familien fühlen sich vor allem in Pal wohl. Im Pekepark lernen die Kleinen die ersten Schwünge. Zudem gibt es jede Menge einfache Pisten, die größere Kinder gut meistern können.

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Welcome to Vallnord,... | 02:53

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